Um in die Geschichte einzugehen, legte Herostratos im Jahre 356 v. Chr. den Artemistempel, eines der sieben Weltwunder, in Schutt und Asche.

Bei Recherchen zum Thema "Neuzeitliche Herostraten" zeigten sich interessante Überschneidungen in den Biographien einiger Amerikanischer Präsidentenattentäter.

Häufig spielte die Identifikation mit historischen Personen oder anderen, früheren Attentätern eine wichtige Rolle in der jeweiligen Vorgeschichte. Meine Aufmerksamkeit richtete sich auf Fälle, in denen fiktive Figuren aus dem Kino eine starke Vorbildfunktion übernahmen.

Die Reihe der hierbei interessanten Personen beginnt mit "Alec", dem Bösewicht aus Kubricks "Clockwork Orange". In diese Rolle schlüpfte ein junger Attentäter, dessen Tagebuchaufzeichnungen Aufschluss über die Vorgeschichte seiner Tat gaben und später als Vorlage für eine weitere Fiktion -"Taxidriver"- dienten.

"Travis Bickle" die Hauptfigur in diesem Film von M.Scorsese hatte J.W. Hinckley zum Vorbild, der im März 1981 auf den damaligen Präsidenten Ronald Reagan schoss.

Damals hieß es, er habe wegen unerwiderter Zuneigung zu Jodie Foster gehandelt, die ebenfalls eine Rolle in "Taxidriver" spielte und der er ständig Briefe schrieb.

Nick Schofield übernahm für das folgende fiktive Interview die Rolle J.W.Hinckleys.

Bilder: Uli Fischer
Idee und Ausführung: Michael Heinrich
Text: Michael Heinrich/Bernard Richter

Tonsequenz Teil1 des Interviews (Download mp3 Datei 565 KB)
Tonsequenz Teil2 des Interviews (Download mp3 Datei 632 KB)