NEUE MALEREI   PICATRIX   HOME   
 
   BIOGRAPHIE
KONTAKT
LINKS
 
 
 
 

...Mich beschäftigt das Verhältnis zwischen Wahrnehmung und Gedächtnis: Ich sehe eine Bild, nehme es auf und speichere es in meinem Gedächtnis. Nur - ein Gedicht kann man auswendig lernen. Was ist mit einem Bild? Kann man eine Bild auswendig lernen?
Ich habe einmal eine Experiment gemacht: Ich bat einige Leute, sich ein Bild eine Zeitlang anzuschauen, danach forderte ich sie auf,
sich umzudrehen und das Bild mit Buntstift auf einem Blatt Papier nachzuzeichnen.
Man stellte schnell fest, dass die räumlichen Beziehungen der Formen zueinander nur schwer nachvollziehbar sind...

ZURÜCK

 
 
 
 

...In meinen Bildern stehen sich zwei Positionen gegenüber : die malerische und die streng geometrische. Ich habe die Vorstellung, daß ich in meinen Bildern ein Straßenschild mit einer Baumkrone verbinden muß. Das Atmosphärische, Weiche und Langsame soll dem Schnellen, dem Signalhaften gegenübergestellt werden. Das Malerische entwickelt und verändert sich langsam - auf eine Baumkrone kann man ganz lange gucken, und es passiert immer etwas. Dem gegenüber steht nun das Lineare: Es ist völlig egal, wie lange man es anschaut, es ist sofort präsent und bleibt immer gleich einprägsam. Die Linien in meinen Bildern werden von mir mit einem Lineal und Schablonen gezogen. Ihre Form ist mathematisch nachvollziehbar, so daß etwas wie eine Handschrift nur durch die Spur des Pinsels entsteht. Hingegen erlaube ich mir, das Malerische so reich und reizvoll einzusetzen, wie es mir nur möglich ist. Eine Gegenüberstellung strenger Geometrie mit malerisch eingesetzter Farbe, das ist es, was mich eigentlich interessiert....

ZURÜCK

 
 
 
 

...Grundsätzlich habe ich eine klare Vorstellung von der Plattform, aus der heraus ich die Ideen entwickle - so daß ich immer überprüfen kann, was für ein Bild in einem speziellen Gedanken Platz haben kann. Ich beginne mit einer ziemlich konkreten Idee. Ich weiß allerdings nie genau, wie das Bild als Ergebnis aussieht. Während der Arbeit am Bild überprüfe ich praktisch jeden Zustand, ob er der Idee entspricht oder nicht. Ich mache immerwieder Entwürfe - von Anfang an und immer wieder, während sich das Bild entwickelt. Wie funktioniert das Ganze? Entspricht das Ganze dem, was ich eigentlich konzipiert habe. Oder wohin hat es sich entwickelt? Jede Arbeit wird modifiziert, immer wieder, weil ganz oft der geplante Weg nicht gangbar ist, nicht so verläuft, wie ich es mir vorstelle. Dann such ich einen anderen Weg, der zu einem Bild führt - einem Bild, indem Hierarchien austauschbar sind...

ZURÜCK

 
 
 
 

...Symmetrie und Balance spielen für meine Arbeit eine wichtige Rolle. Es gibt ein bekanntes Phänomen: Legt man auf ein Blatt Papier auf gleicher Höhe rechts und links ein Fünfmarkstück, dann erscheint das rechte Fünfmarkstück größer als das linke. Diese Beobachtung kann man auch an Ikonen überprüfen, wenn man diese im Spiegel anschaut. Sie sind oft in einem Dreiersystem aufgebaut: Große Figur in der Mitte, kleinere rechts und größere links. Spiegelt man es, fallen alle Figuren nach rechts um. Die Symmetrie in meinen Bildern wird begleitet von der Frage nach dem Gleichgewicht. Sollte ich in einer scheinbaren Spiegelung Gleichgewicht herstellen wollen, muß ich das Gleiche unterschiedlich malen...

ZURÜCK

 
 
 
 

...Die Frage nach dem Raum ist in meiner Arbeit immer präsent. Es besteht die Möglichkeit, ihn perspektivisch zu konstruieren oder malerisch zu definieren. Der malerische und der perspektivische Raum stehen meist in Diskrepanz zueinander..

ZURÜCK

 
 
 
 

...Ich arbeite mit der Überlagerung unterschiedlicher Wahrnehmungsgeschwindigkeiten - einem Vorgang, der mit der gleichzeitigen Beobachtung unterschiedlich beschleunigter Entwicklung von belichtetem Fotopapier zu vergleichen ist. Es gibt Elemente, die sehr schnell zu erkennen sind. Die anderen brauchen mehr Zeit, sich zu behaupten - im Idealfall ein nie endender Prozeß...

ZURÜCK

  
 

BIOGRAPHIE

1953 geboren in Wilnius, Litauen
1971 Übersiedlung nach Israel
1982-1988 Studium der Freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg
1988 Arbeitsstipendium der Stadt Hamburg
 lebt und arbeitet in Hamburg

 

KONTAKT

mail: JBlumas@aol.com

LINKS ZU WEITEREN INFORMATIONEN ÜBER JAAKOV BLUMAS

Hamburger Kunsthalle *
Galerie Ruth Sachse*

ZURÜCK